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Ganzheitliche Physiotherapie

Physiotherapie bedeutet im Urspruch die BeHANDlung am Menschen verbunden mit einem hohen Maß an Ganzheitlichkeit.

Die Übertechnisierung, Art und Weise der Verordnung mit häufigem Kompetenzmangel der Verordner einerseits und die sinkenden Verordnungszahlen und Reglementierungen durch die Kassenmedizin andererseits geben kaum Raum für kreative und ganzheitliche Medizin. Die vielfältigen Verfahren ganzheitlicher Physiotherapie lassen sich nur durch die Knüpfung von Kooperationen mit gleichesinnten Therapeuten und Beratern sowie unter geeigneten organisatorischen Strukturen und Marketinginstrumenten umsetzen. Hierfür hat der Medizinverbund im LEBEN optimale Voraussetzungen geschaffen und bietet eine gleichberechtigte Mitarbeit untereinander an. Es steht eine ideale Plattform für den Erfahrungsaustausch, das Qualitätsmanagement und die erfolgreiche Praxisorganisation unter den neuen Erfordernissen zur Verfügung.

Die Physiotherapie als in vielen Belangen klassischer Teil der Naturheilverfahren verkörpert von der Ursprünglichkeit der Ausrichtung her die Ganzheitlichkeit in sich. Leider haben ein Übermaß an Technikintegration und die Schematisierung von Verordnungen viele Physiotherapeuten vom eigentlichen Hand-Anlegen an den Menschen weggebracht und zu Erfüllungsgehilfen einer lokalistisch arbeitenden Schulmedizin herabgewürdigt. In Deutschland sind die Physiotherapeuten im Rahmen der Kassenmedizin auf das Arztrezept angewiesen. Dieser hat jedoch in puncto der Möglichkeiten physikalischer Verfahren bei den jeweiligen Krankheitserscheinungen im Allgemeinen nur oberflächliches bzw. eingeschränktes Fachwissen. Dennoch ist die Umsetzung der vielfach nicht optimalen Verordnungen bindend. Hinzu kommen in der physiotherapeutischen „Kassenmedizin“ immer mehr Reglementierungen, Budjetdruck und sinkende Arztverordnungen. Im Grunde werden die Bestrebungen der Krankenkassen immer deutlicher, die Physiotherapie in der Regelversorgung zu miniaturisieren.

Der verantwortungsvolle und in die Zukunft blickende Praxisbetreiber muss somit nach Alternativen suchen und findet diese in Methoden der ganzheitlichen Medizin und Physiotherapie. Hierbei stehen inzwischen eine Vielzahl von Verfahren zur Verfügung, welche in der Bandbreite für den Patienten von hochaktiv bis meditativ-entspannend ausgerichtet sind. Beispielsweise sind die noch vor Jahren unbekannten Techniken der Osteopathie, asiatischen Medizin oder Reflexzonebehandlung als integraler Baustein biologischer Regulationsmedizin unverzichtbar geworden.

Viele Physiotherapeuten haben sich auch Kenntnisse in ergänzenden Naturheilverfahren, Entspannungstechniken oder im Wellness-Bereich erschlossen. Schließlich gibt es nicht wenige Therapeuten, welche sogar den Schritt zum Heilpraktiker vollzogen haben.

Die aktuellen Entwicklungen im Gesundheitssystem mit Förderung von Medizinischen Versorgungszentren und integrativer Versorgung stellen an Physiotherapiepraxen erhöhte Anforderungen und sollten auch als Chance betrachtet werden. Für fachübergreifende Kooperationen sind aber kompetente und gleichgesinnte Partner wünschenswert. Bei ganzheitlicher Ausrichtung stellt hier der Medizinverbund im LEBEN die ideale Plattform dar. Andererseits ist die ganzheitliche Medizin und Physiotherapie innerhalb des Medizinverbund im LEBEN unabdingbar.

Die Mitglieder im Modul „Ganzheitliche Physiotherapie“ sollen die vielfachen Marketinginstrumente des Verbundes günstig nutzen können und deren stetige Erweiterung und Vervollkommnung anstreben. Die Mitnutzung der Medizin im LEBEN-Akademie, des Fachverlages, der Consulting oder Stiftung stehen als Garant für eine Optimierung der sog. Marktpräsenz und helfen, sich auf die eigentliche Arbeit, nämlich die BeHANDlung der Patienten konzentrieren zu können.

Im Modul sollen sich diejenigen Praxen wieder finden, die gekoppelt mit einem hohen Maß an Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit anderen Therapeuten (Ärzte, Zahnärzte, Heilpraktiker) den Patienten in den Mittelpunkt stellen und welche die Ganzheitliche-Biologische Medizin als Basismedizin anerkennen und verbreiten helfen wollen.


Eine Auswahl der nachfolgenden Techniken, die als Hauptbestandteile der Ganzheitlichen Physiotherapie gelten, sollten praktiziert werden:

Theorie und Praxis der
ganzheitlich-biologischen Medizin

abgeschlossener Kurs bzw. Qualifikationsnachweis (mind. 12 Stunden)

(wissenschaftliche Grundlagen der biologischen Medizin, Multikausalität chronischer Erkrankungen, ganzheitliche Diagnostik- und Therapieverfahren, Praxis der biologischen Basismedizin, ganzheitliche Schmerztherapie, Konzept der Behandlung von chronischen Krankheiten und Krebs nach Priorität, Ebenen und Stufen)


1. Behandlungstechniken der Traditionell-Chinesischen & -Asiatischen Medizin

abgeschlossener Kurs mit Zertifikat in

a) Akupunktmassagetechniken  n. PENZEL / RADLOFF
b) Jin-Shin-Do Akupressur
c) Shiatsu
d) Tuina – Massage
e) Thai-Massage
f) Ayurveda
g) Reiki


2A. Techniken der ganzheitlich-manuellen Medizin

abgeschlossener Kurs mit Zertifikat in

a) manuelle Therapie nach LEWIT / JANDA
b) manuelle Therapie n. EVJENTH / KALTENBORN
c) manuelle Therapie n. CYRIAX
d) manuelle Therapie n. MAITLAND


2B. Spezielle Reflexzonentherapien

abgeschlossener Kurs mit Zertifikat in

a) Reflexzonentherapie am Fuß (nach MARQUARD)
b) spezielle Bindegewebsmassagen
c) Triggerpunkt-Th. n. DEJUNG
d) AORT nach ASSCHE


2C. Osteopathie

abgeschlossener Kurs mit Zertifikat in

a) cranio-sacrale Therapie
b) viscerale Osteopathie
c) myofascial release Techniken
d) somato-emotion release


2D. Kinesiologie

abgeschlossener Kurs mit Zertifikat in

a) AK – applied kinesiology
b) touch for health
c) Physioenergetik n. von ASSCHE
d) Neurobiologie nach KLINGHARDT


2E. Somatisches Lernen

abgeschlossener Kurs mit Zertifikat in

a) Eutonie
b) FELDENKRAIS Methode
c) ALEXANDER Technik
d) Heileurythmie


2F. Ganzheitliche Entspannungstechniken in der Physiotherapie

abgeschlossener Kurs mit Zertifikat in

a) JACOBSEN
b) Tai Qi, Qui Gong
c) Yoga
d) Atemtechnik nach Middendorf
e) Taijiquan
f)  Prana Heilkunde


Prinzipiell finden Fortbildungsnachweise von verschiedenen Ausbildungszentren Anerkennung, insoweit der qualitative Standard den aktuellen Qualitätskriterien im jeweiligen Bereich genügt.


Arten der Mitgliedschaft
im Medizinverbund im LEBEN

1. Vollmitgliedschaft:

Die Mitgliedspraxis praktiziert Verfahren aus mindestens drei der oben genannten Hauptbereiche „2A“-“2F“ oder alle Verfahren eines Hauptbereiches der Kategorie „2“. Die Umsetzung kann auch durch mehrere Mitarbeiter in der Praxis realisiert werden. Die Inhalte des Bereiches „1“ bzw. die Teilnahme an einem entsprechenden Kurs innerhalb von zwei Jahren sollten nachgewiesen werden. Es sollte eine klare ganzheitliche Ausrichtung der Praxis zu erkennen sein.

  • Aufnahmegebühr 290,- €
  • Monatsgebühr 40,- €

2. Fördermitgliedschaft:

Die Mitgliedspraxis hat eine ganzheitliche Ausrichtung, praktiziert aber weniger als drei Verfahren der oben genannten Hauptbereiche „2 A“-„2 G“. Die Inhalte des Bereiches „1“ bzw. die Teilnahme an einem entsprechenden Kurs innerhalb von 3 Jahren sollten nachgewiesen werden. Bei Vorlage weiterer Fortbildungsnachweise kann der Antrag auf Vollmitgliedschaft erfolgen.

  • Aufnahmegebühr 145,- €
  • Monatsgebühr 20,- €

Das anzustrebende Qualitätsgütesiegel „Biologische Medizin“, welcher sich die Vollmitgliedspraxis innerhalb eines Jahres stellt, weist den Inhaber als besonders qualifizierten und kompetenten physiotherapeutischen Partner im Bereich der biologischen und komplementären Medizin aus.


Literaturhinweis:
F. van den Berg: Angewandte Physiologie, Bd. 5, Komplementäre Therapien, Thieme Stuttgart 2004